Dienstag, 17. November 2009

Gefährliches Obst - von Tanja Hammerl

Bin zwar ein richtiger Morgenmuffel und ohne meinen Kaffe überhaupt nicht ansprechbar, aber eine Kleinigkeit muss ich am Morgen dennoch essen. So zaubere ich mir jeden Abend einen kleinen Obsalat der mich in den Tag bringen soll und mir auch schon die ersten Vitaminchen liefert.
Beim Einkauf ist mir gestern eine pinke Frucht aufgefallen. Hatte erst mal überhaupt keine Ahnung was das ist. Auch mit der Beschriftung "Pitahaya" konnte ich nicht wirklich was anfangen. Die nette Verkäuferin erklärte mir dann, dass es sich hierbei um die sogenannte Drachenfrucht handeln würde. Hörte sich ja schonmal gefährlich an. Den Geschmack verglich sie mit einer reifen, weichen Kiwi und da ich ja von Natur aus neugierig bin, habe ich mir auch mal eine mitgenommen. Dabei ist mir dann die Idee gekommen, einen exotisch, gefährlichen Obstsalat zuzubereiten. Weg von den Klassikern wie Äpfel und Birnen.
In meinem Einkaufskorb landete so die besagte Drachenfrucht, eine Sternfrucht - auch Karambole genannt - die ich bisher nur als Cocktailverzierung kannte. Kakis kannte ich zwar schon, gesellten sich aber auch hinzu. Noch eine Papaya für den notwendigen Zuckerschock am Morgen und eine Kumquat denn sauer macht bekanntlich lustig. Um den Obstsalat noch etwas "gefährlicher" zu machen gesellte sich noch die Stachelbeere zu meinem bunten Einkauf. Perfekt wurde die Mischung mit einer Hornmelone und wenn ich schon dabei war, konnte auch eine Nashi-Birne nicht mehr schaden.
Da ich somit ohnehin schon viel zu viel für einen Frühstücksobstsalat hatte, rief ich kurzerhand ein paar Kolleginnen an und verkündete ihnen, dass sie morgen zur Begrüßung ein gesundes Willkommen erwarten würde. Bei der aktuellen Lage brauchen wir ja schließlich alle ausreichend Vitaminchen um nicht krank zu werden.
Nach 2 Stunden waschen und schneiden war mein Einkauf verarbeitet und wartete in einer großen Schüssel auf seinen Verzehr.
Mit knurrendem Magen ging es heute also ins Büro wo auch schon meine ebenfalls hungrigen Kolleginnen mit frisch gebrühtem Kaffee warteten. Die Überaschung ist mir sichtlich gelungen und die Schüssel war ruck zuck leer. Verletzungen haben wir weder vom Drachen noch von den gestachelten Beeren davongetragen. Um ein paar Erfahrungen in Bezug auf den Geschmack der ein oder anderen Sorte reicher, sind wir Entdecker dann gestärkt an die Arbeit gegangen.
Mein Frühstück wird in Zukunft immer wieder den ein oder andere Exot beinhalten. Und meine Kolleginnen haben mir versprochen auch weiterhin als Versuchskanninchen zur Vefügung zu stehen.

Kommentare:

  1. Ich weiß noch, wie ich vor vielen Jahren meine erste Drachenfrucht in einem Asia-Laden gekauft habe. Dort konnte man mir nur den Namen "Pitahaya" nennen, der dann asiatisch ausgesprochen für mich eine Merkfähigkeit bis zum nächsten Kokosmilchregal hatte. So lag denn die Frucht bis zu ihrer Verwesung zuhause bei uns in der Obstschale, war wunderschön anzusehen aber keiner hat sich getraut, sie zu essen. Da sind wir heute polyglotter ;)

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  2. Das klingt aber sehr gesund und lecker, da hätte ich gerne was von abbekommen.

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  3. Habe auch noch nie eine Drachenfrucht gegessen.
    Nachdem ich aber hier gelesen habe, wie Deinen Kolleginnen der "exotische" Fruchtsalat geschmeckt hat, bin ich auch neugierig geworden!
    Beim nächsten Einkauf werde ich Ausschau halten!
    Lieben Gruß
    Lilo

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  4. Mhmmm...das macht Apetitt..lecker..
    Leider habe ich noch keine Drachenfrucht probiert und weiss ehrlich gesagt im Moment auch nicht wie sie aussehen sollten ;-) aber ich werde sie beim nächsten Einkauf einfach mal suchen..
    lg sabine

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  5. Mmhh..das klingt ja lecker. da konnten deine Kolleginnen ja freuen.
    Vielen dank für deinen Kommentar auf meinem Blog.
    LG
    Annette

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  6. Ich gestehe: "Fleisch ist mein Gemüse" und Obst... Naja, in kleinen Mengen ist es erträglich und soll ja auch Gesund sein. ;-)

    LG Gerd

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  7. hmmm, das ist aber nett, dass du obstsalat für die kolleginnen machst :-)

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  8. Das gibts aber nicht alles im normalen Supermarkt, oder? Aber vielleicht widme ich der Obstabteilung auch nur zuwenig Aufmerksamkeit. :)

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